Montag, 5. Juli 2010

Noch 13 Tage: Versprechen und Fakten zum Volksentscheid

Viele Hamburger Bürger sind verunsichert. Christa Götsch und der Schwarz - Grüne Senat haben den Hamburgern viel versprochen. Die Primarschule, sagen sie, bringe große Vorteile. Es gebe keine Beweise für die versprochenen Vorteile der Primarschule, erklärte dagegen erst vor wenigen Tagen Deutschlands bekanntester Bildungsforscher und Pisapapst Jürgen Baumert. Viele Hamburger fragen sich, was stimmt? Was ist für unsere Kinder das Beste?

In diesem Blog wollen wir das überprüfen. Tag für Tag werden wir bei Kernaussagen der Schulreformer nachhaken. Was sind Versprechen, was sind Fakten? Was sagen Experten, Wissenschaftler und Praktiker?

Lesen Sie den Faktencountdown zur Hamburger Schulreform:



Fortsetzung zum 1. Kernsatz der Primarschulreformer: Was sagen namhafte Wissenschaftler?


Dies behauptet die Bürgerschaft in der Wahlbroschüre, die allen Hamburger Wählern zum Volksentscheid zugeschickt wurde. Darin findet sich die "Die Stellungnahme der Bürgerschaft zu ihrer Vorlage", in der es heißt:

"Alle Fraktionen der Hamburgischen
Bürgerschaft und nahezu alle namhaften Erziehungswissenschaftler sind sich einig, dass längeres gemeinsames Lernen der wichtigste Schritt hin zu einer gerechteren und leistungsstärkeren Schule ist."


nachzulesen in:
Stellungnahme der Bürgerschaft,
zur Information hier auch die Stellungnahme von "Wir wollen lernen":
Stellungnahme der Initiatoren
Dazu der namhafte Begabungsforscher Prof. Kurt Heller

Prof. Dr. Kurt A. Heller,
Gründungsdirektor des LMU-Zentrums für Begabungsforschung Universität (LMU) München,
in einem Vortrag in Hamburg vor zwei Wochen sagte er:


„Nichts ist ungerechter als die gleiche Behandlung Ungleicher“ (Paul F. Brandwein, US-amerikanischerPsychologe). Dies hängt mit unterschiedlichen Lernfähigkeiten der Schüler .... zusammen".

Und in der FAZ am 21. Januar:
"...die Hoffnung, dass mit längeren gemeinsamen Lernphasen die soziale Gerechtigkeit bzw. die Entwicklungschancen sogenannter bildungsferner Bevölkerungsgruppen nachhaltig verbessert werden können, hat sich als (bedauerlicher) Irrtum herausgestellt. Unter dieser Perspektive müssen die jüngsten bildungspolitischen Überlegungen oder Entscheidungen für eine Verlängerung der vierjährigen Grundschule als kontraproduktiv eingeschätzt werden. Nach dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand sind hiervon mehr Nach- als Vorteile gerade auch für die schwächeren Schüler ...zu erwarten. Nachteile ergeben sich vor allem aber für die begabteren Schüler."
nachzulesen in:
Quelle in der FAZ